Reisen in Zeiten von Corona

Was zu beachten ist - ein Überblick

Aufgrund der Unvorhersehbarkeit der Ausbreitung des neuen Coronavirus (COVID-19) ist die weltweite Situation aktuell sehr angespannt und ängstlich.

Mit der zunehmenden Einschränkungen im Flug- & Reiseverkehr empfiehlt das Außenministerium aktuell von allen nicht notwendigen Reisen abzusehen. Österreichischen Reisenden im Ausland wird außerdem dringend empfohlen, von den noch bestehenden Rückreisemöglichkeiten Gebrauch zu machen und nach Hause zurückzukehren. Die Gefahr, dass man aktuell nicht mehr zurückkommen könnte, ist hoch, deshalb sollen alle geschäftlichen und touristischen Reisenden auf nicht notwendige Reisen und Urlaube verzichten bzw. nach Österreich zurückkehren.

Wie die USA haben auch zahlreiche andere Länder Einreiseverbote verkündet, es gibt Quarantäneauflagen und Fieberkontrollen auf Flughäfen: Die Ausbreitung des Coronavirus hat enorme Auswirkungen für Reisende und alle Betroffene. Was zu beachten ist – ein Überblick.

Welche Beschränkungen gibt es innerhalb Österreichs?

Das Coronavirus sorgt dafür, dass Österreich jetzt weitgehend stillsteht. Per „Ausgangsbeschränkung“ wird die Bewegungsfreiheit im öffentlichen Raum eingeschränkt. Alle Bewohner sollen, wenn möglich Zuhause bleiben. Aufsperren dürfen nur noch Geschäfte, die der Grundversorgung dienen. Die Gastronomie darf nur noch am Montag bis 15.00 Uhr offen haben, ab Dienstag dürfen auch Lokale nur noch für Lieferservices öffnen.

Von der Ausgangsbeschränkung gibt es nur drei Ausnahmen: Berufsarbeit, die nicht aufschiebbar ist, dringend notwendige Besorgungen und Hilfe für andere Menschen. Darüber hinaus sind auch Spaziergänge gestattet, sofern diese alleine oder mit Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben, gemacht werden. Die Maßnahmen werden von der Polizei kontrolliert, im strengsten Fall drohen Verwaltungsstrafen.

Die Wintersaison wird daher frühzeitig beendet. In Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Kärnten stellen die Seilbahnen und Lifte mit dem Wochenende den Betrieb ein. Am Montag werden die Hotels behördlich geschlossen. Auch die Skigebiete in der Steiermark und Oberösterreich beenden den Betrieb. Sehenswürdigkeiten in Wien sind zugesperrt. Und auch die Thermen in Österreich schließen.

Italien Reisen

Für ganz Italien gilt die Sicherheitsstufe 6 (Reisewarnung).

Die ÖBB hat den Personenzugverkehr von und nach Italien bis auf weiteres eingestellt. Zuvor gab es bereits ein Einreiseverbot für Personen aus Italien – mit Ausnahmen für Menschen mit einem ärztlichen Gesundheitszeugnis. Für Touristen, die sich jetzt noch in Italien aufhalten, gilt: Die Durchreise durch Österreich ist möglich – vorausgesetzt das Land wird ohne Stopp durchquert. Italien-Rückkehrer müssen sich für 14 Tage in Quarantäne begeben.

Das Auswärtige Amt rät derzeit von nicht erforderlichen Reisen nach Italien auf alle Fälle ab. Derzeit gilt in Italien eine Notfallverordnung. Bis zum 3. April gelten Einschränkungen für die Bewegungsfreiheit. Ausnahmen gelten nach Angaben des Auswärtigen Amtes nur für nachweisbar berufsbedingte Fahrten, in gesundheitlich bedingten Gründen oder in sonstigen Notsituationen.

Einreiseverbote

Das Außenministerium hat aufgrund der Epidemie eine Reisewarnung für Frankreich, Spanien und die Schweiz herausgegeben. Damit gilt für diese drei Staaten die höchste Sicherheitsstufe, die wegen des Coronavirus zuvor bereits für Italien, den Iran und Teile Chinas gewählt worden war.

Die USA haben einen 30-tägigen Einreisestopp für Europäer erlassen. Die Regelung ist in der Nacht zum 14.3. in Kraft getreten. Der Einreisestopp betrifft alle Personen, die sich in den 14 Tagen vor ihrer Reise im Schengen-Raum aufgehalten haben. Diesem gehören 26 Länder an, ab Dienstag auch Großbritannien und Irland.

Einreiseverbote verhängt haben außerdem, El Salvador, Jamaika, Guatemala, Argentinien (ab 17.03.), Peru, Tschechien, Slowakei, Kosovo, Ukraine, Kasachstan, Kirgistan, Israel, Jordanien, Oman, Saudi-Arabien, Libanon, Indien, Bhutan, Nepal, Singapur, Kiribati, Marshallinseln, Samoa, Trinidad und Tobago. Auf den Malediven dürfen zwei Resort-Inseln sowie eine von Einheimischen bewohnte Insel vorübergehend weder betreten noch verlassen werden. Die Mongolei hat sämtliche Flugverbindungen bis zum 28. März ausgesetzt. Die Slowakei will abgesehen von Polen keine Ausländer mehr ins Land lassen.

Ab Montag wird der Flug- und Zugsverkehr in die Schweiz, nach Spanien und Frankreich eingestellt. Ab 17.03 besteht keine Landeerlaubnis mehr für Flüge aus Großbritannien, den Niederlanden, Russland und der Ukraine. Eine partielle Reisewarnung wurde für China ausgesprochen.

Dänemark schließt sämtliche Grenzen für nicht notwendigen Verkehr. Die direkten Flüge aus der Türkei nach Österreich werden noch bis auf weiteres durchgeführt und in Kürze ausgesetzt werden.

Reisewarnungen

Letzten Donnerstag hat das österreichische Außenministerium die ganze Welt zu einem Gebiet mit “hohem Sicherheitsrisiko” für alle Österreicher erklärt. Dabei handelte es sich aktell jedoch nur um die Sicherheitsstufe 4, die nicht selbstverständlich zu kostenlosen Reisestornierungen berechtigt.

Österreichische Reisewarnungen gibt es ansonsten für Gebiete wie Afghanistan, den Irak, Jemen, Libyen, Mali, Mauretanien, Niger, Somalia, den Südsudan, Syrien und die Zentralafrikanische Republik. Partielle Reisewarnungen bestehen für Ägypten, Algerien, Äthiopien, Burkina Faso, Indien, Kamerun, Kenia, die Demokratische Republik Kongo, den Libanon, Marokko, Nigeria, Pakistan, Palästina, die Philippinen, den Sudan, Thailand, Tschad, Tunesien, die Türkei, die Ukraine und Venezuela.

Außerdem gelten für folgende Länder Reisewarnungen: Frankreich, Iran, Italien , Niederlande, Russland, Schweiz, Spanien, Südkorea, Ukraine und Vereinigtes Königreich.

Quellen

  • BMEIA
  • standard.at
  • wiener-zeitung.at
  • austrianaviation.net
  • orf.at

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