Leichtes Gepäck auch mit Kindern

so klappt es!
Leichtes Gepäck auch mit Kindern
kein Reisezeitraum festgelegt

Vor den Kindern habe ich manchmal erst am Tag vor der Abreise gepackt und mir auch generell keine großen Gedanken ums Koffer packen gemacht. Wir sind immer gern mit leichtem Gepäck gereist und haben auf unseren Reisen auch nie etwas vermisst. Bis die Kinder kamen. Dann hatten wir plötzlich an viel mehr zu denken und die Gepäckberge türmten sich anfangs bis zur Decke! Bei Autoreisen ist das weniger schlimm als bei Flugreisen, trotzdem reist es sich mit weniger Gepäck einfach leichter. Mit den Jahren haben wir dann ein paar Tricks gelernt und schaffen es mittlerweile auch mit zwei Kindern mit (relativ) leichtem Gepäck zu verreisen. Hier meine Tipps:

Packliste erstellen

Bei uns hat es sich bewährt, eine wiederverwendbare Packliste zu erstellen! Darauf findet man alles, was man so brauchen könnte, für jede Gegebenheit. Manches wird vor dem Urlaub von vornherein gestrichen (Skianzug braucht man im Sommerurlaub eher nicht), anderes wird über die Zeit ergänzt. Man könnte natürlich auch jeweils eine Standard-Liste für Sommer und eine für den Winter erstellen. (Pst: ausgedruckt und eingeschweißt kann man mit Folienstiften alles abhaken und nachher die Häkchen wieder entfernen)

Das richtige Gepäckstück

Die zulässigen Abmessungen ändern sich immer wieder mal, jedoch ist man mit einem festen Rollkoffer meist besser bedient, als mit einem vollgestopften Rucksack. Dieser kann nämlich schnell zu breit werden, weil ja auch die Trageriemen mitgemessen werden. Außerdem verteilt ihr am besten euer Familiengepäck möglichst gleichmäßig auf alle Mitreisenden, um die Gewichts- und Maßbeschränkungen einzuhalten.

Rollen

Nicht nur am Koffer sind Rollen praktisch, auch das Rollen der Kleidungsstücke hat sich bewährt! Gerollte Kleidung nimmt nämlich weniger Platz weg und so lässt sich auch jede noch so kleine Öffnung stopfen. Socken und Unterwäsche werden ohnehin in Schuhe gesteckt, da dort sonst nur unnütze Luft drinnen steckt. Teilt man zusätzlich die Kleidung auf unterschiedliche Packsäcke auf, gewinnt man automatisch mehr Übersicht und kann auf Rundreisen auch schneller wieder aus- und einpacken. 

Zwiebelprinzip

Vergiss am besten gleich dicke Pullover und Daunenjacken. Besser sind mehrere dünne Schichten übereinander, die man unterschiedlich miteinander kombinieren kann und so für Temperaturschwankungen bestens gerüstet ist.

Die Dreier-Regel

Manche schwören auch auf die Dreier-Regel: ein Kleidungsstück zum Anziehen, eines zum Waschen und eines das gerade trocknet. Das fällt natürlich schwer, man hat dann auch nicht so viel Auswahl beim täglichen Ankleiden. Aber man kann das natürlich auch anders sehen: die Qual der Wahl fällt weg, man zieht einfach an was man gerade hat!

Auch Socken und Unterwäsche kann man alle paar Tage per Handwäsche auswaschen und benötigt so nicht für jeden Tag welche mit.

Auf Schlafanzüge verzichten

Mit der Zeit haben wir angefangen die Schlafanzüge der Kinder einfach daheim zu lassen. Sie schlafen dann entweder im Gewand für den nächsten Tag (damit fällt dann auch einmal umziehen weg!) oder in Unterwäsche. Das war bisher nie ein Problem und man spart sich wieder etwas.

Kleines Spielzeug nutzen

Viele Lieblingsspielzeuge sind sehr groß und werden aus Angst, dass sich die Kinder langweilen auch in den Urlaub mitgenommen. Dabei gibt es unterwegs ohnehin viel mehr zu sehen und spielen als man denkt und man braucht generell einfach weniger. Ich sammle immer schon lange vorher kleine Spielzeuge für den Urlaub: kleine Autos, Minifiguren, Stifte und ein Notizblock, ein aufblasbarer Ball…

Hygiene-Sparprogramm

Wir verwenden generell wenig Kosmetikprodukte, daher ist das bei uns einfach. Generell gilt: die meisten Unterkünfte stellen zumindest Duschgel und Shampoo zur Verfügung. Das einzige, das man wirklich braucht, ist die eigene Zahnbürste und ein Deo. Braucht man unbedingt eigene Kosmetikprodukte, füllt man am besten kleine Mengen in separate Behälter (diese gibt es mittlerweile in jedem Drogeriemarkt zu kaufen) und hat so wieder weniger Gepäck.

Auch Babys brauchen wenig

Anfangs haben wir für unsere Babys immer alles von daheim mitgenommen. Windeln für den gesamten Urlaub, Babyphone etc. Dabei waren wir, verglichen mit anderen Familien, noch minimalistisch unterwegs, da wir nie Babynahrung oder Babybetten mitgenommen haben. Kurz gesagt: das braucht man alles nicht! In jedem Urlaubsland leben Babys, Windeln findet man also wirklich (fast) überall. Gut, sie mögen vielleicht teurer sein oder nicht so lange dicht halten, aber sind wir uns ehrlich: so tragisch kann der Unterschied nicht sein, dass man nicht für ein paar Wochen damit leben kann. Das selbe bei Babynahrung. Auch die gibt es überall und Babys ab einem halben Jahr können auch schon am Familientisch mitessen. Eine zerdrückte Kartoffel oder eine pürierte Banane findet man überall. Dinge wie ein Reisegitterbett oder ein Babyphone kann man in den meisten Hotels ausborgen, sogar Kinderwägen gibt es mittlerweile in vielen.

Das sind also meine Tipps zum reisen mit leichtem Gepäck! Schönen Urlaub!

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